Schwerpunkte meiner Arbeit - Das neue Gottes- und Menschenbild

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Als Mitglied der "Evangelischen Akademikerschaft in Deutschland e.V." und der "Gesellschaft der Freunde christlicher Mystik e.V." unterstütze ich deren Aktivitäten und arbeite wie sie daran, den christlichen 
Glauben zu stärken und zu erneuern. Beispielhaft hier einige Themenschwerpunkte meiner 
Seminararbeit und Vorträge (auch workshops werden angeboten):

Spirituelle Gesprächskreise "Von der Wirklichkeit Gottes"

Gesprächsrunde A: Zitat: " Zwar gibt es genug Menschen,die auch ohne Religion durchs Leben kommen, gleichwohl scheint es doch das Bedürfnis nach Sinngebung, das Verlangen nach Deutung unseres Daseins, scheint der Wunsch nach Antworten auf die letzten Fragen unseres Seins, die Suche nach Lebenssinn und Lebensinhalt ungebrochen zu sein. Gerade angesichts unserer Erfahrung individueller Isolation oder der 
Angst vor dem Alleinsein fragen wir irgendwann nach dem, was uns trägt und hält und geborgen sein läßt.
Kurt Bangert "Die Wirklichkeit Gottes", S. 96.

Gesprächsrunde B: Zitat: "Man könnte, wenn es um Katastrophen geht, die eindeutig von Menschen 
gemacht oder beeinflusst werden, so argumentieren: dass die göttlich/geistige "Weltleitung" diese Schicksalsschläge über die Menschen hat hereinbrechen lassen und nicht eingreift, damit das Böse im 
Menschen (oder das Ungute) erkennbar werde und der Mensch daraus seine Lehren ziehe, damit der 
Mensch das Gute als das Gute erkenne."
Kurt Bangert "Die Wirklichkeit Gottes", S. 99.

Gesprächsrunde C: Zitat:" Dieser Gedanke von einer mitleidenden Gottheit, ja sogar ohnmächtigen 
Gottheit erscheint mir tröstlicher zu sein als der Gedanke an einen allmächtigen, aber gleichwohl 
distanzierten, vielleicht sogar gleichgültigen Gott. Gerade angesichts einer humanitären Katastrophe 
und menschlichen Tragödie sind wir Menschen auf Trost angewiesen und das heisst doch: auf jemanden, 
der (oder die) mitfühlt, mitleidet, mitweint, mitträgt. Das kann auch ein Mensch sein."
Kurt Bangert "Die Wirklichkeit Gottes", S. 103.

Gesprächsrunde D: Zitat: "Gott ist für mich kein Eingreif-­Gott, der überall dort, wo wir ihn benötigen,
zur Stelle wäre, um Leid abzuwenden oder Glück zu bringen, wenn wir nur recht glauben und innig
genug beten. Wirklichkeit und Wirksamkeit Gottes haben für mich wenig zu tun mit einem dienstbaren 
Buttler­ Gott, der nur darauf wartet, unsere Wünsche zu erfüllen, oder bereit steht, eine Katastrophe zu verhindern. 
Kurt Bangert "Die Wirklichkeit Gottes", S. 109.

Gesprächsrunde E: Zitat: "Dass der Geist Gottes, der heilige Geist also, identisch mit Gott sebst ist und von diesem nicht getrennt gedacht werden darf, das hat auch Hans Küng betont: "Der Heilige Geist ist niemand anders als Gott selbst! Gott selbst, sofern er nämlich den Menschen und der Welt nahe ist als die ergreifende, 
aber nicht greifbare, die schenkende,aber nicht verfügbare, die lebenschaffende, aber nicht richtende Macht
und Kraft. Das ist wichtig: Der Heilige Geist ist kein Drittes, kein Ding zwischen Gott und den Menschen, 
sondern die persönliche Nähe Gottes zu den Menschen."
Kurt Bangert "Die Wirklichkeit Gottes", S. 117.

Gesprächsrunde F: Zitat: „Und doch sagt dieses Sehnen des Menschen etwas darüber aus, dass der 
Mensch sich nicht selbst genügt, dass er sich über sich selbst hinaus sehnt nach etwas, das grösser, höher, vollkommenen, allumfassender ist als er selbst. Steht der Mensch allein da? Oder ist der Mensch nicht 
vielmehr eingebettet in eine größere, eine ganz andere Wirklichkeit, die wir die göttlich-geistige Welt oder 
das Leben-Selbst nennen? Und was sagen uns Konflikte, Krisen und Kriege (auch eigene Lebenskrisen)? 
Müssen sie sein? Sind sie ein nicht wegzudenkender Aspekt des menschlichen Daseins ? Oder gibt es eine 
Instanz, eine Wirklichkeit, eine Möglichkeit, sie in eine Welt des Friedens, der Freiheit und der Versöhnung 
zu verwandeln? Und hätte das Göttliche-in-uns etwas mit dieser Verwandlung zu tun?
(Kurt Bangert „Die Wirklichkeit Gottes“, S. 30).

Gesprächsrunde G: Zitat: „Der Versuch, Gottes Wirklichkeit zu definieren, geht für mich von vier 
                                         allgemeinen Kriterien aus:
1. Für mich ist Gott derjenige, über den hinaus nichts Größeres gedacht werden kann.
2. Wir müssen sowohl von einer sichtbaren als auch von einer unsichtbaren Wirklichkeit ausgehen, aber
     keine Definition darf unserem modernen wissenschaftlichen Weltbild widersprechen.
3. Zum Dritten ist davon auszugehen, dass eine wie auch immer geartete Definition von Gott nicht als 
   erschöpfend und endgültig verstanden werden darf, sondern als etwas, das immer wieder neu gefüllt, 
   neu definiert, neu verstanden, aufs neue aktualisiert werden muß.
4. Und schließlich sollte eine Definition Gottes geeignet sein, dem inneren Urbedürfnis des Menschen nach 
   Sinngebung, Zielsetzung, Orientierung, Geborgenheit und Erbauung zu entsprechen. 
  (Kurt Bangert „Die Wirklichkeit Gottes“, S. 60)

Gesprächsrunde H: Zitat: „Was die Neuzeit kennzeichnet, ist einerseits die Autonomie des Menschen, 
der auf Gott als Lebensbewältigung nicht mehr angewiesen zu sein scheint, und andererseits die Selbst-
ständigkeit der Welt, die ohne Gott auskommt. Die Neuzeit steht für den die Welt gestaltenden Menschen, 
der nicht nur ein Spielball der Natur und Gottes ist, sondern gelernt hat, die Natur und die Welt für sich zu verändern und zu gestalten. Die Welt lebt ohne Gott. Jeder von uns kann gewissermaßen in der Welt leben,
 „als ob es keinen Gott gäbe.“
(Kurt Bangert „Die Wirklichkeit Gottes“, S. 80)

Gesprächsrunde I: Zitat; „Gleichwohl ist noch einmal pointiert zu fragen, was es mit religiösen 
Erfahrungen auf sich hat. Tritt der religiöse Mensch in Kontakt mit einer göttlichen Transzendenz?“ 
Hier zitiert Bangert u.a. Eugen Drewermann: „Diese Erfahrungen verweisen auf oder beweisen gar
eine Gottheit, die unsere Gehirne so geschaffen hat, das sie eben jene Zustände produzieren, in 
denen sich die Gottheit selbst uns mitzuteilen vermag; in diesem Fall wäre Religion Abbild
einer objektiven Wirklichkeit.“
(Kurt Bangert: „Die Wirklichkeit Gottes“, S. 85)
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